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Batman Beute

Doug Moench und Paul Gulacy: Batman - Legenden des dunklen Ritters: BEUTE!

Panini Comics präsentiert im vorliegenden Sammelband fünf Ausgaben der amerikanischen Heftreihe Legends of the dark knight - PREY, die besonders gelungene Bat - Comics zum Inhalt haben.

Doug Moench ist unter den Comic-Autoren ein bekannter Name. Er erfand u.a. Bane und Black Mask und beteiligte sich an der legendären Knightfall - Saga, während Paul Gulacy, der seine Zeichen-Karriere 1974 begann, erstmals mit Doug Moench für Die tödlichen Hände des Kung Fu zusammenarbeitete. Seine Arbeiten gehen von Batman vs. Predator II über Star Wars und James Bond bis hin zu G.I. Joe: Special Missions.

Was an BEUTE so besonders ist, ist der Zeitraum der Handlung. Batman selbst wird nämlich erstmal zur Beute, weil niemand ihn so richtig einzuschätzen weiß. Er steht noch am Anfang. Gangster fürchten ihn, aber nicht alle kennen ihn. Die Polizei und Politik Gothams hält ihn für eine Gefahr, die Recht und Ordnung über den Haufen wirft. Moench setzt allerdings an Das erste Jahr von Frank Miller an, in dem der Polizist James Gordon erlebt, wie Batman / Bruce Wayne seinen Sohn - dort noch ein Baby - rettet. Wenigstens ihn hat Batman auf seiner Seite.

Die Polizei bildet eine Spezialeinheit, ausgerechnet unter der Leitung von Gordon (der darüber nicht gerade glücklich ist), die - mit an Bord der Psychologe Dr. Hugo Strange - sich speziell der Jagd von Batman widmen soll. Strange wird zur Gefahr, da er - obzwar selbst im höchsten Maße gestört und von Batman besessen - dem Alter Ego von Batman auf die Schliche kommt, was er - später im Comic - auch geschickt und sadistisch zu nutzen weiß. Ohne es zu wollen, hilft Strange dem dunklen Ritter dabei, sich selbst ein Stückchen mehr zu finden und als das zu definieren, was er ist.

Stranges Eigenschöpfung ist Night Scourge, ein Superheld, der - wie Batman - keine eigentlichen Superfähigkeiten hat, und der es vorzieht, mit Schwertern zu kämpfen. Über seine Identität will ich an dieser Stelle nichts verraten.

Catwoman hat ebenfalls ihre ersten Auftritte und ordnet Batman schon recht bald in jene unklare Gruppe von "weder gehasst noch geliebt" ein, in der er ja auch für eine Weile verbleiben wird...

Insgesamt macht es einen riesig großen Spaß diese Geschichte zu lesen, die wirklich spannend und kurzweilig ist. Ich persönlich hatte den Eindruck, Batman endlich einmal wiederzuerkennen: Es gibt inzwischen so viele Varianten von Batman, vom relativ albernen Batman bis hin zum ultra-brutalen Psycho. Hier ist er einfach Batman. Nicht mehr und nicht weniger. Hier findet keine Interpretation statt. Er ist, was er ist. Genau so ist es richtig!

Weitere Infos zu Batman BEUTE:

Seiten:
140
Format:
Softcover
Original-Storys:
Batman: Legends of the Dark Knight 11-15
Autor:
Doug Moench
Zeichner:
Paul Gulacy
Preis:
16,99 €
Foto: Panini Comics
Matthias Wieprecht
Matthias Wieprecht
Matthias ist seit etwa vier Jahrzehnten großer SciFi-Fan, glücklich geschiedener Vater zweier toller Söhne. Außerdem ist er Captain des Trekdinner Hildesheim. Das Schreiben von Berichten, Reportagen, Rezensionen – also alles was die Themen im Insider hergeben, liebt er und ist seit dem FedCon Insider #12 (Dezember 2014) aktiv als Redakteur mit dabei.